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Jelena Moser: «Risszeichen»  – New Voices on the Block

«Wir glauben oftmals die möglichen Gründe der anderen zu kennen und vor unseren eigenen verschliessen wir uns.» Seit die Wildhüterin einem illegal geschossenen Hirsch aufspürte, plätschern in ihr die versenkten Erinnerungen nach oben und reissen nicht nur Sie mit.

In ihrem Manuskript «Risszeichen» erkundet Jelena Moser die feinen Bruchlinien menschlicher Beziehungen und die Frage, wie viel Verletzlichkeit eine Begegnung aushält. Mit präziser Sprache und atmosphärischen Bildern führt der Text durch innere Landschaften, in denen Erinnerungen aufbrechen, Schweigen schwer wiegt und das Unsichtbare plötzlich fühlbar wird.

Die Lesung bietet einen konzentrierten Einblick in diese poetisch verdichtete Welt – ein Abend zwischen Spannung und Stille.

Jelena Moser ist Sennerin und Kulturschaffende. In ihren literarischen Arbeiten verhandelt sie Fragen nach Natur, Wahrnehmung und den unsichtbaren Kräften, die Beziehungen formen. Zu ihren Projekten gehören unter anderem «Ei vegnan a secalmar», ein Theaterstück mit Landmaschinen, Theaterprojekte mit Jugendlichen am Jungen Theater Graubünden und Workshops zum Frauenfußball im FCZ Museum Zürich.

Jelena Moser lebt und arbeitet in Chur.

New Voices on the Block ist die Reihe, in der wir neue literarische Stimmen vorstellen.