Jan.
30
8:00 PM20:00

Meral Kureyshi: «Im Meer waren wir nie» – Shortlist Schweizer Buchpreis 2025

Lesung und Gespräch mit Meral Kureyshi

Lili zieht ins Altersheim, um ihrem pflegebedürftigen Mann zur Seite zu stehen. Ihre Familie sucht jemanden, der sie regelmäßig besucht und ihr im Alltag hilft. Die Ich-Erzählerin sagt: «Ich bin dieser Jemand.»
Sie wohnt mit Lilis Enkelin Sophie im selben Haus, gemeinsam ziehen sie deren achtjährigen Sohn Eric groß. Doch sie hat eine Stelle in einer fernen Stadt gefunden und zögert nun, den beiden zu gestehen, dass sie bald wegziehen wird.
Sie kümmert sich um den klugen, besserwisserischen Eric und die stets klagende Lili. Sie führt flüchtige Gespräche mit einem Kellner, der wie sie von anderswo kommt. Gleichzeitig gewöhnt sie sich nur schwer daran, dass ihre zehn Jahre jüngere Schwester kein Kind mehr ist. Sie ringt mit der verblassenden Freundschaft zu Sophie und mit der Tristesse des Altersheims zwischen Temesta und Kartenspiel. Als Lili schließlich stirbt, wagen die jungen Frauen einen Neubeginn.
Mit realistischem Blick und poetischer Sprache beleuchtet Meral Kureyshi das Leben von Frauen über mehrere Generationen und entfaltet ein Panoptikum der Familie in der heutigen Zeit.

Meral Kureyshi, geboren 1983 in Prizren, kam 1992 mit ihrer Familie in die Schweiz und lebt in Bern. Sie studierte Literatur und Germanistik und arbeitet als freie Autorin. Ihr erster Roman «Elefanten im Garten» war nominiert für den Schweizer Buchpreis, wurde mehrfach ausgezeichnet und in viele Sprachen übersetzt. Ihr zweiter Roman «Fünf Jahreszeiten» wurde im Manuskript ausgezeichnet mit dem Literaturpreis «Das zweite Buch» der Marianne und Curt Dienemann-Stiftung. 2020 wurde sie zu den Tagen der Deutschsprachigen Literatur nach Klagenfurt eingeladen (Bachmannpreis). Für «Im Meer waren wir nie» erhielt sie 2025 einen Literaturpreis des Kantons Bern.

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Feb.
3
7:00 PM19:00

Tavulin d'autur*as

Das Literaturhaus ist ein wichtiger Treffpunkt für Schriftstellerinnen und Übersetzer*innen aus dem Kanton, die sich regelmässig treffen. Geprägt von der Dreisprachigkeit des Kantons bietet der Stammtisch eine einzigartige Plattform, auf der kreative Ideen, Gedanken und aktuelle Texte sowie Herausforderungen des Berufsalltags ausgetauscht werden. Der Tavulin ist ein Ort der Gemeinschaft, an dem die Liebe zur Sprache und zum Schreiben in einer Atmosphäre der Wertschätzung und Offenheit gepflegt wird.
Eine Initiative von Flurina Badel und Martina Caluori

Sprache: Deutsch, Romanisch, Italienisch

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung unter kommunikation@lithaus.gr.

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Feb.
5
7:30 PM19:30

Romana Ganzoni & Franziska von Fischer: «Die Bergführerin» – Wegen Krankheit abgesagt

Inspiriert von der Lebensgeschichte der Pionierin Nicole Niquille, die im Jahr 1986 (!) als erste Frau in die Runde der Bergführer trat, entstand «Die Bergführerin», eine Collage aus bestehenden Texten von Annemarie Schwarzenbach, Nicole Niquille und Henriette d’Angeville sowie neuen Texten von Romana Ganzoni, die das Publikum auf eine Reise an den Lago Bianco mitnehmen, um Schwarzenbach, Niquille, d’Angeville, aber auch Erica Pedretti zu feiern und über Schönheit, Poesie, Versehrung, Trost und weibliche Kraft nachzudenken. 

«Die Bergführerin» ist eine Produktion des Kulturfests zeit:fluss für Sils und das Engadin. Arrangiert von Franziska von Fischer, Romana Ganzoni und Till Löffler. Gelesen von Schauspielerin/Sprecherin Franziska von Fischer und Romana Ganzoni.

Dauer: 60 Minuten

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Feb.
10
7:00 PM19:00

Lesekreis Schweizer Literaturgeschichte – Gottfried Keller: «Die Leute von Seldwyla» 

Moderierter Lesezirkel zur Schweizer Literaturgeschichte

Gemeinsam lesen wir im Literaturhaus Graubünden Gottfried Kellers Novellensammlung, die in zwei Bänden insgesamt zehn Novellen enthält. Den Rahmen, der diese Texte zusammenhält, bildet die fiktive Schweizer Stadt Seldwyla. Einige der Novellen gehören zur Weltliteratur, so etwa «Kleider machen Leute und Romeo und Julia auf dem Dorfe».

Auf die ersten fünf Sitzungen werden von den Teilnehmenden jeweils zwei Novellen vorbereitet. Die letzte Sitzung wird sich um «Der letzte Schnee» von Arno Camenisch drehen. Die Dorfwelt, die Camenisch in seinen Büchern entwirft, weist mit ihren verschrobenen Charakteren Ähnlichkeiten zu Seldwyla auf.

Der Literaturwissenschaftler Sebastian Helbig wird den Lesezirkel moderierend leiten und erklärende Inputs einbringen.

Nur auf Anmeldung unter: kommunikation@lithaus.gr. Der Kurs ist begrenzt auf max. 12 Teilnehmende.

Termine:  9.9.25, 14.10.25, 11.11.25, 9.12.25, 13.1.26, 10.2.26, 10.3.26
Die Treffen finden dienstags jeweils von 19 Uhr bis 20.30 Uhr statt.

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Feb.
12
7:00 PM19:00

Marco Piroddi: MONOGRAPH

Marco Piroddi: MONOGRAPH

Limitierte Erstausgabe

Zeiten begegnen sich, überschneiden sich und wandeln sich wie Schichten einer gemeinsamen Sprache.
Diese Monographie vereint Gemälde, Skulpturen, Installationen und Texte der letzten Jahre von Marco Piroddis Schaffen. Sie erweitert diesen Dialog im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Graubünden (Martina Mutzner und Jonathan Blättler) sowie erstmals mit dem Blood Knot Projekt.

Zwischen Farbe, Licht und der Spur der Hand entfaltet sich eine Reflexion über das Werden der Form, über Bewegung, Stille und das Dazwischen. Jede Seite bleibt offen – eine Einladung, die Stille zu lesen.

Eintritt frei

Einführung: Jonathan Blättler e Marco Piroddi
Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch
Einlass: ab 18:30 Uhr
Veranstaltung: 19:00–20:00 Uhr
Mit Aperitivo (vegan)

Ein besonderer Dank gilt den Unterstützer:innen, die die Monographie in einer frühen Phase ermöglicht haben. Ihr Vertrauen war Teil des Entstehungsprozesses.

Editionen

  • Limitierte Monographie (175 nummerierte und signierte Exemplare + 5 E.A.)

  • Limitierte Sammleredition (20 nummerierte und signierte Exemplare, aufgeteilt in vier Varianten zu je fünf Stück; Buch mit skulpturalem Schuber und NFC/AR)

Marco Piroddi (1984, Muravera, Sardinien, Italien) lebt und arbeitet in der Schweiz. Seine künstlerische Praxis umfasst Malerei, Skulptur, Installation und Text, verstanden als miteinander verbundene Arbeitsformen. Seine Arbeit bewegt sich um Wahrnehmung, Zeit und Materie als Spannungsfelder und stellt infrage, was als gegeben, verpflichtend oder normativ erscheint. Durch physische und digitale Materialien zielen die Werke nicht darauf ab, zu klären oder zu erklären, sondern Bedingungen von Erfahrung, Suspension und Reibung zu öffnen.

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Feb.
19
7:30 PM19:30

New Voices on the Block – Jelena Moser: «Risszeichen»

«Wir glauben oftmals die möglichen Gründe der anderen zu kennen und vor unseren eigenen verschliessen wir uns.»
Seit die Wildhüterin einem illegal geschossenen Hirsch aufspürte, plätschern in ihr die versenkten Erinnerungen nach oben und reissen nicht nur Sie mit.

In ihrem Manuskript «Risszeichen» erkundet Jelena Moser die feinen Bruchlinien menschlicher Beziehungen und die Frage, wie viel Verletzlichkeit eine Begegnung aushält. Mit präziser Sprache und atmosphärischen Bildern führt der Text durch innere Landschaften, in denen Erinnerungen aufbrechen, Schweigen schwer wiegt und das Unsichtbare plötzlich fühlbar wird.

Die Lesung bietet einen konzentrierten Einblick in diese poetisch verdichtete Welt – ein Abend zwischen Spannung und Stille.

Jelena Moser ist Sennerin und Kulturschaffende. In ihren literarischen Arbeiten verhandelt sie Fragen nach Natur, Wahrnehmung und den unsichtbaren Kräften, die Beziehungen formen. Zu ihren Projekten gehören unter anderem Ei vegnan a secalmar, ein Theaterstück mit Landmaschinen, Theaterprojekte mit Jugendlichen am Jungen Theater Graubünden und Workshops zum Frauenfußball im FCZ Museum Zürich. Jelena Moser lebt und arbeitet in Chur.

In der Reihe New Voices on the Block stellen wir neue literarische Stimmen vor, die mit frischen Perspektiven, eigenständigen Schreibweisen und thematischem Mut die Gegenwartsliteratur bereichern. New Voices on the Block bietet Raum für Autor*innen am Beginn ihres literarischen Weges – von Fast Starters bis Late Bloomers – und versteht sich als Plattform für Entdeckungen.


Text:
Jelena Moser
Moderation: Thomas Barfuss
Sprache: Deutsch
Dauer: ca. 60 Minuten

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März
4
7:30 PM19:30

Martina Caluori: «Schatten der Pinus» – Buchpremiere

«Schatten der Pinus», der erste Roman der Lyrikerin Martina Caluori, führt uns auf einen fast verlassenen Campingplatz irgendwo am Meer: Die alte Dame ist das stille Gedächtnis vergangener Generationen; Phine ringt mit dem Tod von Mutter; Bo kämpft mit dem Erbe eines repressiven Glaubens. Jochen wiederum wurde von seiner Frau und den Kindern verlassen, S. und Vira erhalten eine Stimme für die Brüche durch Kriege und Konflikte. Zwischen Kiefern (Pinus), Gischt und Gletschern entfaltet sich auf dem Campingplatz ein Erinnerungsgeflecht, das nicht linear, sondern in zersplitterten Strömen erzählt wird. Caluoris Roman, in dem erzählerische Passagen raffiniert mit lyrischen und mehrsprachigen Einschüben vermengt werden, durchbricht traditionelle Erzählstrukturen und spiegelt das komplexe Zusammenspiel von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wider. «Schatten der Pinus» ist ein Roman, der für ganz Europa spricht: leise, genau, unerbittlich.

Martina Caluori lebt als Autorin in der Schweiz. Nach einem Studium der Publizistik und Filmwissenschaften debütierte sie 2019 mit dem Lyrikband «Frag den Moment», gefolgt von Mundartlyrik für «Öpadia: A Novella us Graubünda» (2021) und 2022 von ihrem Kurzprosadebüt «Weisswein zum Frühstück». 2023 erschien ihr Gedichtband mit Audiowerk «Ich weine am liebsten in Klos». Ihre Lyrik führte sie an Festivals und Veranstaltungen in der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Rumänien und Italien. Für ihren Debütroman «Schatten der Pinus» (lectorbooks) wurde sie mit dem Literarischen Werkbeitrag der Stadt Chur sowie mit dem Grossen Werkbeitrag des Kantons Graubünden ausgezeichnet.

Lesung: Martina Caluori
Moderation: Romana Ganzoni

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März
10
7:00 PM19:00

Lesekreis Schweizer Literaturgeschichte – Gottfried Keller: «Die Leute von Seldwyla» 

Moderierter Lesezirkel zur Schweizer Literaturgeschichte

Gemeinsam lesen wir im Literaturhaus Graubünden Gottfried Kellers Novellensammlung, die in zwei Bänden insgesamt zehn Novellen enthält. Den Rahmen, der diese Texte zusammenhält, bildet die fiktive Schweizer Stadt Seldwyla. Einige der Novellen gehören zur Weltliteratur, so etwa «Kleider machen Leute und Romeo und Julia auf dem Dorfe».

Auf die ersten fünf Sitzungen werden von den Teilnehmenden jeweils zwei Novellen vorbereitet. Die letzte Sitzung wird sich um «Der letzte Schnee» von Arno Camenisch drehen. Die Dorfwelt, die Camenisch in seinen Büchern entwirft, weist mit ihren verschrobenen Charakteren Ähnlichkeiten zu Seldwyla auf.

Der Literaturwissenschaftler Sebastian Helbig wird den Lesezirkel moderierend leiten und erklärende Inputs einbringen.

Nur auf Anmeldung unter: kommunikation@lithaus.gr. Der Kurs ist begrenzt auf max. 12 Teilnehmende.

Termine:  9.9.25, 14.10.25, 11.11.25, 9.12.25, 13.1.26, 10.2.26, 10.3.26
Die Treffen finden dienstags jeweils von 19 Uhr bis 20.30 Uhr statt.

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März
19
7:30 PM19:30

Schreiben gegen Rassismus

Mit welchen Bildern, Figuren und Perspektiven kann über Rassismus geschrieben werden? Nanuschka Boleki, Mitarbeiterin des Literaturhaus Graubünden spricht mit den Autor:innen Azad Şîmmo und Gianna Olinda Cadonau über ihre Texte. 

Die Aktionswoche gegen Rassismus findet schweizweit jährlich zwischen dem 16. und 22. März 2026 statt. Höhepunkt ist der Internationale Tag gegen Rassismus am 21. März. Die Fachstelle Integration Graubünden realisiert die Aktionswoche in Zusammenarbeit mit Organisationen der Zivilgesellschaft.

Lesung und Gespäch mit Nanuschka Boleki, Gianna Olinda Cadonau und Azad Şîmmo

Eintritt frei

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März
24
7:30 PM19:30

Stefan Gartmann: «Falätscha. Vom Schweigen in den Bergen» – Buchpremiere

«Wir glauben, einen Menschen zu kennen, aber das tun wir nicht. Wir machen uns lediglich ein Bild von ihm, und wenn er plötzlich ein Verhalten zeigt, das nicht zu diesem Bild passen will, erschrecken wir.»

Geschehen ist es auf der Alp Falätscha, weit hinten im Safiental. Der Fund einer Leiche, ein Verbrechen vor 28 Jahren. Doch was genau ist dort passiert, in jener Nacht, als die Leute unten im Turrahus am Tanzfest waren? Im Tal wissen alle mehr, als sie zu sagen bereit sind. Kriminaler Jon Calonder und sein Kollege ermitteln. Ihre Befragungen und Verhöre führen tief in die Schicksalsgemeinschaft der Berge und fördern ein Verbrechen zutage, bei dem die Grenzen zwischen Opfer und Täter, zwischen Gut und Böse, verschwimmen. Ein Mordfall, dessen Konturen sich im Nebel der Zeit aufgelöst haben.

Stefan Gartmann erzählt eine tief bewegende Geschichte um Schuld und Sühne, eingebettet in die eindrücklich geschilderte Berglandschaft des Safientals. Seine Hauptfigur heisst Xander Juon, ein Pur suveran, ein alter sturer Bergler, der nicht zu bemerken scheint, wie seine hergebrachte Welt zerfällt. Der Kriminalkommissar, Jon Calonder aus Chur, eine Figur, deren Charakter der Autor bis in ihre tiefsten Regungen ausleuchtet und die uns genauso beschäftigt wie all die akribisch genau und liebevoll gezeichneten Charaktere, die Stefan Gartmann in seine grosse Geschichte verwebt.

«Falätscha. Vom Schweigen in den Bergen» steht in der Tradition literarischer Kriminalromane, wie wir sie von Friedrich Dürrenmatt oder Friedrich Glauser kennen.

Stefan Gartmann, geboren 1962 in Santa Maria im Münstertal. Kindheit und Jugend im Puschlav und im St. Galler Rheintal. Klosterschule in Disentis, anschliessend Phil. I Studium an der Universität Basel mit Germanistik als Hauptfach und Italienische Literaturwissenschaft sowie Neuere Allgemeine Geschichte als Nebenfächer. Während der Sommerferien als Gymnasiast Knecht auf dem Hof im Safiental, als Student Handlanger auf verschiedenen Baustellen im Unterengadin. Nach dem Studium Rückkehr in den Heimatkanton und während über dreissig Jahren Dozent an der Fachhochschule Graubünden (FHGR) in Chur. Heute Freischaffender.

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Apr.
7
7:00 PM19:00

Tavulin d'autur*as

Das Literaturhaus ist ein wichtiger Treffpunkt für Schriftstellerinnen und Übersetzer*innen aus dem Kanton, die sich regelmässig treffen. Geprägt von der Dreisprachigkeit des Kantons bietet der Stammtisch eine einzigartige Plattform, auf der kreative Ideen, Gedanken und aktuelle Texte sowie Herausforderungen des Berufsalltags ausgetauscht werden. Der Tavulin ist ein Ort der Gemeinschaft, an dem die Liebe zur Sprache und zum Schreiben in einer Atmosphäre der Wertschätzung und Offenheit gepflegt wird.
Eine Initiative von Flurina Badel und Martina Caluori

Sprache: Deutsch, Romanisch, Italienisch

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung unter kommunikation@lithaus.gr.

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Apr.
28
7:00 PM19:00

Circolo letterario in italiano

In collaborazione con la Casa della Letteratura dei Grigioni (LIT), la Pgi Coira organizza per la prima volta un circolo letterario, composto da quattro appuntamenti nel 2026. Moderato da Claudio Losa e da Robin Pellanda, il circolo mira a promuovere testi e pubblicazioni incentrati sul territorio alpino. Gli incontri avranno luogo di martedì presso il Labor am Pfisterplatz di Coira, dove la LIT è attualmente ospite.

Claudio Losa, nato nel 1981, di Roveredo, si è laureato in lettere presso l’Università di Friburgo e ha completato gli studi ottenendo l’abilitazione all’insegnamento. Prima docente delle scuole secondarie di Coira, dal 2014 insegna italiano presso la Scuola cantonale grigione. 

Robin Pellanda, nato a Grono nel 1996, è laureato in «Studi italiani» all’Università di Zurigo e ha studiato lettere e cinema fra l’ateneo zurighese e l'Università «La Sapienza» di Roma. Attualmente insegna italiano alla Scuola cantonale grigione di Coira e collabora con RSI Rete Due.

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Mai
4
7:30 PM19:30

Anna Rosenwasser: «Herz. Feministische Strategien und queere Hoffnung»

«Herz. Feministische Strategien und queere Hoffnung»

Wir alle können Hoffnung gut gebrauchen – aber ohne eine Auseinandersetzung mit dem, was uns wütend macht, geht das nicht. Anna Rosenwasser widmet sich in Herz. Feministische Strategien und queere Hoffnung den Fragen, die ihr als Aktivistin häufig gestellt werden: Wie können wir uns mit der Realität von Gewalt beschäftigen, ohne unsere Zuversicht zu verlieren? Wohin mit unserer Wut, die bei problematischen Diskussionen aufkommt? Warum fällt es vielen Frauen und Queers so schwer, Raum einzunehmen – und mit welchen Tricks schaffen wir es trotzdem?

Die Texte beschreiben heutige Realitäten von Frauen und queeren Menschen mit Einfühlsamkeit und Humor. Sie öffnen Perspektiven, beleuchten allzu oft Missverstandenes und ermutigen, nicht alleine zu verzweifeln, sondern gemeinsam fantasievollen Widerstand zu leisten. Nicht zuletzt gewährt das Buch persönliche Einblicke in die Lebens- und Gedankenwelt einer jungen Nationalrätin.

Anna Rosenwasser ist Nationalrätin und Autorin der Bücher «Rosa Buch. Queere Texte von Herzen» und «Herz. Feministische Strategien und queere Hoffnung». Sie ist ausgebildete Journalistin und schreibt seit 2008 von Beruf. Sie arbeitete vier Jahre lang als Geschäftsführerin der Lesbenorganisation Schweiz, wo sie unter anderem für den Diskriminierungsschutz und die Ehe für alle kämpfte. In ihrer alten Heimat Schaffhausen hat sie einen queeren Jugendtreff mitgegründet, ausserdem war sie im Vorstand der grössten LGBTQ-Jugendorganisation Milchjugend aktiv. Ihr Instagram gehört mit über 50'000 Followern zu den meistbeachtetsten Politkanälen der Schweiz. Mit ihrer Republik-Kolumne «Rosenwasser» wurde sie ausserdem 2024 zur Kolumnistin des Jahres gewählt.

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Mai
5
7:30 PM19:30

Scheherazade

Hörspiel der Bündner Kantonsschulklasse 5Gc und der Kammerphilharmonie Graubünden

Wie klingt eine uralte Erzählung in der Sprache von heute? Und was erzählt eine junge Scheherazade im 21. Jahrhundert? Diesen Fragen geht das Projekt nach, das vom Literaturhaus Graubünden gemeinsam mit der Kammerphilharmonie Graubünden und der Bündner Kantonsschulklasse 5Gc von Jennifer Ribeiro Rudin im Frühling 2026 realisiert wird.

Ausgangspunkt bildet die sinfonische Dichtung «Scheherazade» von Nikolai Rimski-Korsakow. Das Werk lässt sich von der orientalischen Märchensammlung «1001 Nacht» inspirieren, deren Protagonistin Scheherazade mit ihrem Erzähltalent Machtstrukturen unterläuft und sich mit Fantasie und Klugheit das Leben bewahrt. Diese Figur, die zwischen Tradition und Widerstand angesiedelt ist, eröffnet vielfältige Möglichkeiten für eine zeitgenössische künstlerische Auseinandersetzung.

In einer mehrmonatigen Schreibwerkstatt mit der Bündner Autorin Romana Ganzoni erarbeiten Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Chur eigene Texte, die die alte Rahmenhandlung neu erzählen. Sie reflektieren dabei Fragen, die auch ihre Lebensrealität betreffen: Geschlechterrollen, Macht und Selbstbestimmung, Widerstand und kulturelle Vielfalt. Ihre Geschichten, Dialoge und Szenen bilden die Grundlage für ein Hörspiel, das mit der Musik der Kammerphilharmonie Graubünden verbunden wird.

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Mai
31
5:00 PM17:00

Lukas Bärfuss: «Königin der Nacht»

Eine kleine Stadt in der Schweiz. Ein Haushalt mit einer Frau und ihrem Sohn. Es gibt keinen Mann, es gibt Männer. Und an Geld herrscht immer Mangel, an Zärtlichkeit erst recht.

Die Mutter von Lukas Bärfuss war eine Frau ohne Bildung und ohne Perspektiven, dafür mit einem unstillbaren Freiheitsverlangen. Das Kind sah sie als Fessel, sie hatte sich dies Leben nicht ausgesucht. Eine Rabenmutter, so nannte sie sich selbst; ihr Sohn landete auf der Straße. Sie hatte nur die Waffe der Ohnmächtigen, das böse Maul. Und im Alter blieb ihr kein anderer Ausweg als die Armutsmigration in die Dominikanische Republik, aus einem der wohlhabendsten Länder der Welt, in dem der Lebensabend unerschwinglich für sie war.

Der Sohn musste sich früh in der Kunst üben, seine Mutter zu überleben . Heute stellt er, schreibend sich erinnernd, die Frage, wo in einem elenden Leben die persönliche Verantwortung aufhört und die einer ganzen Gesellschaft beginnt.


Lukas Bärfuss, geboren 1971 in Thun, ist Dramatiker, Romancier und streitbarer Publizist. Seine Stücke werden weltweit gespielt, die Romane sind in zwanzig Sprachen übersetzt. Lukas Bärfuss ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und lebt in Zürich. Für seine Werke wurde er u.a. mit dem Berliner Literaturpreis, dem Schweizer Buchpreis und dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschienen Vaters Kiste (2022) und Die Krume Brot (2023).

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Juni
2
7:00 PM19:00

Tavulin d'autur*as

Das Literaturhaus ist ein wichtiger Treffpunkt für Schriftstellerinnen und Übersetzer*innen aus dem Kanton, die sich regelmässig treffen. Geprägt von der Dreisprachigkeit des Kantons bietet der Stammtisch eine einzigartige Plattform, auf der kreative Ideen, Gedanken und aktuelle Texte sowie Herausforderungen des Berufsalltags ausgetauscht werden. Der Tavulin ist ein Ort der Gemeinschaft, an dem die Liebe zur Sprache und zum Schreiben in einer Atmosphäre der Wertschätzung und Offenheit gepflegt wird.
Eine Initiative von Flurina Badel und Martina Caluori

Sprache: Deutsch, Romanisch, Italienisch

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung unter kommunikation@lithaus.gr.

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Sept.
1
7:00 PM19:00

Tavulin d'autur*as

Das Literaturhaus ist ein wichtiger Treffpunkt für Schriftstellerinnen und Übersetzer*innen aus dem Kanton, die sich regelmässig treffen. Geprägt von der Dreisprachigkeit des Kantons bietet der Stammtisch eine einzigartige Plattform, auf der kreative Ideen, Gedanken und aktuelle Texte sowie Herausforderungen des Berufsalltags ausgetauscht werden. Der Tavulin ist ein Ort der Gemeinschaft, an dem die Liebe zur Sprache und zum Schreiben in einer Atmosphäre der Wertschätzung und Offenheit gepflegt wird.
Eine Initiative von Flurina Badel und Martina Caluori

Sprache: Deutsch, Romanisch, Italienisch

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung unter kommunikation@lithaus.gr.

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Sept.
8
7:00 PM19:00

Circolo letterario in italiano

In collaborazione con la Casa della Letteratura dei Grigioni (LIT), la Pgi Coira organizza per la prima volta un circolo letterario, composto da quattro appuntamenti nel 2026. Moderato da Claudio Losa e da Robin Pellanda, il circolo mira a promuovere testi e pubblicazioni incentrati sul territorio alpino. Gli incontri avranno luogo di martedì presso il Labor am Pfisterplatz di Coira, dove la LIT è attualmente ospite.

Claudio Losa, nato nel 1981, di Roveredo, si è laureato in lettere presso l’Università di Friburgo e ha completato gli studi ottenendo l’abilitazione all’insegnamento. Prima docente delle scuole secondarie di Coira, dal 2014 insegna italiano presso la Scuola cantonale grigione. 

Robin Pellanda, nato a Grono nel 1996, è laureato in «Studi italiani» all’Università di Zurigo e ha studiato lettere e cinema fra l’ateneo zurighese e l'Università «La Sapienza» di Roma. Attualmente insegna italiano alla Scuola cantonale grigione di Coira e collabora con RSI Rete Due.

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Nov.
3
7:00 PM19:00

Tavulin d'autur*as

Das Literaturhaus ist ein wichtiger Treffpunkt für Schriftstellerinnen und Übersetzer*innen aus dem Kanton, die sich regelmässig treffen. Geprägt von der Dreisprachigkeit des Kantons bietet der Stammtisch eine einzigartige Plattform, auf der kreative Ideen, Gedanken und aktuelle Texte sowie Herausforderungen des Berufsalltags ausgetauscht werden. Der Tavulin ist ein Ort der Gemeinschaft, an dem die Liebe zur Sprache und zum Schreiben in einer Atmosphäre der Wertschätzung und Offenheit gepflegt wird.
Eine Initiative von Flurina Badel und Martina Caluori

Sprache: Deutsch, Romanisch, Italienisch

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung unter kommunikation@lithaus.gr.

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Dez.
8
7:00 PM19:00

Circolo letterario in italiano

In collaborazione con la Casa della Letteratura dei Grigioni (LIT), la Pgi Coira organizza per la prima volta un circolo letterario, composto da quattro appuntamenti nel 2026. Moderato da Claudio Losa e da Robin Pellanda, il circolo mira a promuovere testi e pubblicazioni incentrati sul territorio alpino. Gli incontri avranno luogo di martedì presso il Labor am Pfisterplatz di Coira, dove la LIT è attualmente ospite.

Claudio Losa, nato nel 1981, di Roveredo, si è laureato in lettere presso l’Università di Friburgo e ha completato gli studi ottenendo l’abilitazione all’insegnamento. Prima docente delle scuole secondarie di Coira, dal 2014 insegna italiano presso la Scuola cantonale grigione. 

Robin Pellanda, nato a Grono nel 1996, è laureato in «Studi italiani» all’Università di Zurigo e ha studiato lettere e cinema fra l’ateneo zurighese e l'Università «La Sapienza» di Roma. Attualmente insegna italiano alla Scuola cantonale grigione di Coira e collabora con RSI Rete Due.

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Jan.
27
7:00 PM19:00

Circolo letterario in italiano

In collaborazione con la Casa della Letteratura dei Grigioni (LIT), la Pgi Coira organizza per la prima volta un circolo letterario, composto da quattro appuntamenti nel 2026. Moderato da Claudio Losa e da Robin Pellanda, il circolo mira a promuovere testi e pubblicazioni incentrati sul territorio alpino. Gli incontri avranno luogo di martedì presso il Labor am Pfisterplatz di Coira, dove la LIT è attualmente ospite.

Claudio Losa, nato nel 1981, di Roveredo, si è laureato in lettere presso l’Università di Friburgo e ha completato gli studi ottenendo l’abilitazione all’insegnamento. Prima docente delle scuole secondarie di Coira, dal 2014 insegna italiano presso la Scuola cantonale grigione. 

Robin Pellanda, nato a Grono nel 1996, è laureato in «Studi italiani» all’Università di Zurigo e ha studiato lettere e cinema fra l’ateneo zurighese e l'Università La Sapienza di Roma. Attualmente insegna italiano alla Scuola cantonale grigione di Coira e collabora con RSI Rete Due.

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Jan.
24
7:00 PM19:00

Trumpf & Tonic Social Club – Jassturnier

Das Jassturnier für junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren

Der Trumpf&Tonic Social Club ist quasi die spielerische Erweiterung unseres Philo-Speed-Datings. Beim letzten gemeinsamen Sinnieren über das Sein, das Selbst und die Gesellschaft wurde nämlich ein Wunsch immer lauter: mehr gemeinsames Erleben.

Da die Möglichkeiten dazu für junge Menschen in Chur rar bis nicht vorhanden sind, haben junge Menschen aus Chur die Sache selber in die Hand genommen und einen Social-Jass-Club ins Leben gerufen. Weil: Allein zu spielen macht einfach nur halb so viel Spass.

Ob Anfänger*in oder Vollprofi: Alle sind willkommen! Das Wichtigste bei Trumpf&Tonic sind Begegnung, das Miteinander und eine gute Zeit.

Anmeldung & Infos:

  • Anmeldung in Teams oder solo – Taxi-Jasser*innen sind bereit

  • Anmeldung mit Vor-/Nach- und Teamnamen unter: trumpfundtonic@gmx.ch

  • Teilnahmegebühr: gratis

  • Schieber mit französischen Karten

  • Material wird zur Verfügung gestellt

  • Genauer Spielplan wird anhand der Anzahl Anmeldungen erstellt

Für Fragen stehen wir euch gerne zur Verfügung via E-Mail trumpfundtonic@gmx.ch.

Wir freuen uns auf euch!

Elena, Vera, Elin & Lorenza

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Jan.
23
7:30 PM19:30

Gabrielle Götz & Guido Decurtins: «Chiquinha»

Francisca «Chiquinha» Gonzaga (1847–1935) war Komponistin, Pianistin und die erste Dirigentin Brasiliens, die erstmals populäre und klassische Musik kombinierte. Sie gilt als Wegbereiterin des Samba und Urmutter des brasilianischen Karnevals.
Ihr facettenreiches Leben hat Gabrielle Götz in einer Erzählung beleuchtet – und dabei nicht nur ihren künstlerischen Weg verfolgt, sondern auch ihr Sein als Frau, Mutter, Liebende, die sich ausserhalb konventioneller Normen bewegt.

Musikalisch komplettiert wird der Abend durch Guido Decurtins, der auf dem Akkordeon Chiquinhas grösste Erfolge spielt, wie «Atraente», «Ô Abre Alas», «Forrobodo» oder «Corta-Jaca».

Lesung: Gabrielle Götz
Musik: Guido Decurtins, Akkordeon

Anmeldung unter kommunikation@lithaus.gr

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Jan.
20
10:30 AM10:30

Gianna Olinda Cadonau: «Am Kantenhain» – Buchpremiere

Ninas kleiner Hund hat eine Aversion gegen Vögel. Sonst hätte Simon Nina nicht auf einen Kaffee einladen können, und sie hätten nie erfahren, was sie verbindet.
Tim zählt. Gullydeckel, Parkuhren, Briefkästen. Auf dem Weg von der Schule nach Hause darf er keine verpassen. Aber eines Tages ist da diese grosse Dogge, und alles gerät ausser Kontrolle.
Die kleine Dina heisst eigentlich Devi. Ihr Vater, den sie nicht gekannt hat, gab ihr diesen Namen. Ihre Oma hatte jedoch beschlossen, dass Dina besser zu verstehen sei. Sie ist trotzdem anders als alle anderen, denn ihre Haut ist braun. Die Schülerin Anju flüchtet sich gern in den Wald. Endlich befreit von den Blicken und Worten ihrer Familie, entdeckt sie einen geheimen Ort ganz für sich allein.
Und am Kantenhain sorgt eine kleine schwarze Katze für Aufregung.

Gianna Olinda Cadonau erzählt vom Fremden, vom Anderssein, von der Suche nach Zugehörigkeit, von Freundschaft, Rätseln und Wundern. Zwischen den Zeilen ihrer atmosphärisch dichten, kunstvollen Geschichten liegt eine suggestive Sogwirkung. Behutsam und subtil beleuchtet sie in ihrer poetischen, klaren Sprache die Beziehungen ihrer Figuren, und so gelingt es ihr, mit grossem Einfühlungsvermögen Unaussprechbares sichtbar zu machen.

Gianna Olinda Cadonau, geboren 1983 in Indien, wuchs im Engadin auf, studierte Internationale Beziehungen in Genf und Kulturmanagement in Winterthur. Bei der Lia Rumantscha ist sie für die Kulturförderung verantwortlich, darüber hinaus engagiert sie sich in verschiedenen Institutionen für die Kultur im Kanton Graubünden. Sie schreibt Lyrik und Prosa auf Romanisch und Deutsch. Im Lenos Verlag erschien 2023 ihr preisgekrönter Debütroman «Feuerlilie». Gianna Olinda Cadonau lebt mit ihrer Familie in Chur.

Lesung: Gianna Olinda Cadonau
Musik: Jan Rehwinkel
Moderation: Martina Mutzner

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Martina Clavadetscher: «Die Schrecken der anderen»  – ausverkauft
Jan.
16
10:30 AM10:30

Martina Clavadetscher: «Die Schrecken der anderen» – ausverkauft

Wie zeigt man etwas, das längst alle sehen? Martina Clavadetscher, Schweizer Buchpreisträgerin und eine der renommiertesten deutschsprachigen Autorinnen, macht den unsichtbaren Elefanten im Raum sichtbar und fragt nach der Verantwortung von Literatur. Gekonnt erzählt und voller eindrücklicher Bilder trägt dieser Roman seine beängstigende Aktualität schon im Titel: Das könnte die Geschichte jedes Menschen sein. In jedem Land, zu jeder Zeit. Solange niemand aus den Schrecken der anderen lernt.

Ein Junge stösst beim Schlittschuhlaufen auf einen Toten im Eis und den Beginn einer sonderbaren Geschichte. Kern, ein schwerreicher Erbe, kann nicht länger ignorieren, dass seine Augen schwächer werden. Doch will er überhaupt klarsehen? Da ist Kerns hundertjährige Mutter, die den größten Teil des Tages im Dachgeschoss der Villa im Bett liegt, und doch mit brutaler Konsequenz die Fäden in der Hand hält. Da ist Schibig, ein einsamer Archivar, der sich mitreissen lässt von Rosa, der Alten aus dem Wohnwagen, die an den eigentlich unspektakulären Vorfällen ein spektakuläres Interesse hat – weil sie versteht, dass nichts je ins Leere läuft, sondern alles miteinander verbunden ist: Der Tote im Eis, die Zylinderherren im Gasthof Adler, Kerns Frau, die sich weigert, Kreide zu essen, ein geplantes Mahnmal, bedrohliche Bergdrachen und andere hartnäckige Legenden.

Martina Clavadetscher
ist Schriftstellerin und Dramatikerin. Nach ihrem Studium der Deutschen Literatur, Linguistik und Philosophie arbeitete sie für diverse deutschsprachige Theater und veröffentlichte mehrere Romane. Ihre Werke sind mehrfach übersetzt. Für den Roman «Die Erfindung des Ungehorsams» erhielt sie 2021 den Schweizer Buchpreis. Sie lebt in der Schweiz.

 
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Jan.
13
7:00 PM19:00

Lesekreis Schweizer Literaturgeschichte – Gottfried Keller: «Die Leute von Seldwyla» 

Moderierter Lesezirkel zur Schweizer Literaturgeschichte

Gemeinsam lesen wir im Literaturhaus Graubünden Gottfried Kellers Novellensammlung, die in zwei Bänden insgesamt zehn Novellen enthält. Den Rahmen, der diese Texte zusammenhält, bildet die fiktive Schweizer Stadt Seldwyla. Einige der Novellen gehören zur Weltliteratur, so etwa «Kleider machen Leute und Romeo und Julia auf dem Dorfe».

Auf die ersten fünf Sitzungen werden von den Teilnehmenden jeweils zwei Novellen vorbereitet. Die letzte Sitzung wird sich um «Der letzte Schnee» von Arno Camenisch drehen. Die Dorfwelt, die Camenisch in seinen Büchern entwirft, weist mit ihren verschrobenen Charakteren Ähnlichkeiten zu Seldwyla auf.

Der Literaturwissenschaftler Sebastian Helbig wird den Lesezirkel moderierend leiten und erklärende Inputs einbringen.

Nur auf Anmeldung unter: kommunikation@lithaus.gr. Der Kurs ist begrenzt auf max. 12 Teilnehmende.

Termine:  9.9.25, 14.10.25, 11.11.25, 9.12.25, 13.1.26, 10.2.26, 10.3.26
Die Treffen finden dienstags jeweils von 19 Uhr bis 20.30 Uhr statt.

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Jan.
12
2:30 PM14:30

Jelena Moser: «Risszeichen»  – New Voices on the Block

«Wir glauben oftmals die möglichen Gründe der anderen zu kennen und vor unseren eigenen verschliessen wir uns.» Seit die Wildhüterin einem illegal geschossenen Hirsch aufspürte, plätschern in ihr die versenkten Erinnerungen nach oben und reissen nicht nur Sie mit.

In ihrem Manuskript «Risszeichen» erkundet Jelena Moser die feinen Bruchlinien menschlicher Beziehungen und die Frage, wie viel Verletzlichkeit eine Begegnung aushält. Mit präziser Sprache und atmosphärischen Bildern führt der Text durch innere Landschaften, in denen Erinnerungen aufbrechen, Schweigen schwer wiegt und das Unsichtbare plötzlich fühlbar wird.

Die Lesung bietet einen konzentrierten Einblick in diese poetisch verdichtete Welt – ein Abend zwischen Spannung und Stille.

Jelena Moser ist Sennerin und Kulturschaffende. In ihren literarischen Arbeiten verhandelt sie Fragen nach Natur, Wahrnehmung und den unsichtbaren Kräften, die Beziehungen formen. Zu ihren Projekten gehören unter anderem «Ei vegnan a secalmar», ein Theaterstück mit Landmaschinen, Theaterprojekte mit Jugendlichen am Jungen Theater Graubünden und Workshops zum Frauenfußball im FCZ Museum Zürich.

Jelena Moser lebt und arbeitet in Chur.

New Voices on the Block ist die Reihe, in der wir neue literarische Stimmen vorstellen.

 

 

 

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Jan.
9
8:00 PM20:00

Asa Hendry: «archiv»

«Wie mein Vater werde ich die Geschichte
nochmals erzählen.
Sie ist nur kurz.
Aber wertvoll.
Sie ist die Einzige, die ich habe.
Ich werde sie wiederholen.
Immer wieder.
Die Wunde ist offen.»

Ein eindringlicher Monolog in 14 Bildern über Familie, alpine Landschaft und generationenübergreifende Traumata.

Asa Hendry (Bündner Litertaturpreis 2021) verhandelt in diesem Text generationenübergreifende Traumata in der Bündner Berglandwirtschaft. Im Mittelpunkt steht die Beziehung des jungen Ich-Erzählers zu seinem schweigsamen Vater. In einem eindringlichen Monolog erzählt der Protagonist, wie er die einzige Geschichte seines Vaters bewahrt. Dabei reflektiert er seine Rolle als ‹Archiv› des Vaters, des Schweigens und der alpinen Landschaft. Mit seiner Mischung aus poetischen und erzählerischen Elementen eröffnet der zweisprachige Text neue Perspektiven auf das rätoromanische Theaterschaffen.

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Misfits: «Bathroom Graffiti oder La mort de l’auteur»
Dez.
17
7:30 PM19:30

Misfits: «Bathroom Graffiti oder La mort de l’auteur»

Nach dem Überraschungserfolg unserer letztjährigen Bukowski-Weihnachtslesung haben wir beschlossen, das Format Misfits, das dem Unangepassten in der Literatur einen Platz geben soll, auch in diesem Jahr als vorweihnachtlichen Anlass zu feiern.

In diesem Jahr widmen wir uns im weitesten Sinne Roland Barthes literaturtheoretischem Ansatz, den er als «Tod des Autors» bezeichnet. Barthes kritisiert die Anhaftung des Geschriebenen an der Biografie des oder der Schreibenden. Für ihn stellt sich Literatur erst durch die Lesenden selbst ein und ist von sich aus identitätslos.
Kaum eine Textgattung stärkt diese Theorie mehr als die Inschriften auf öffentlichen Klos. Dort reihen sich Autor*innen an Autor*innen, rufen auf zum Kommentieren, also zur Partizipation, und verschmelzen zu einer einzigen, sich stetig wandelnden Autor*innenschaft.
Aus dieser Theorie, viel persönlicher Leseerfahrung unserer Gäste und Gästinnen und viel Ironie entsteht eine wilde, herzerwärmende Vorweihnachtsfeier.

Lesung: Romana Ganzoni, Chiara Jacomet, Gian-Marco Schmid
Musik: Chiara Jacomet, Marius Sommer

Eintritt: Pay what you can and come as you are!

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Dez.
9
7:00 PM19:00

Lesekreis Schweizer Literaturgeschichte – Gottfried Keller: «Die Leute von Seldwyla» 

Moderierter Lesezirkel zur Schweizer Literaturgeschichte

Gemeinsam lesen wir im Literaturhaus Graubünden Gottfried Kellers Novellensammlung, die in zwei Bänden insgesamt zehn Novellen enthält. Den Rahmen, der diese Texte zusammenhält, bildet die fiktive Schweizer Stadt Seldwyla. Einige der Novellen gehören zur Weltliteratur, so etwa «Kleider machen Leute und Romeo und Julia auf dem Dorfe».

Auf die ersten fünf Sitzungen werden von den Teilnehmenden jeweils zwei Novellen vorbereitet. Die letzte Sitzung wird sich um «Der letzte Schnee» von Arno Camenisch drehen. Die Dorfwelt, die Camenisch in seinen Büchern entwirft, weist mit ihren verschrobenen Charakteren Ähnlichkeiten zu Seldwyla auf.

Der Literaturwissenschaftler Sebastian Helbig wird den Lesezirkel moderierend leiten und erklärende Inputs einbringen.

Nur auf Anmeldung unter: kommunikation@lithaus.gr. Der Kurs ist begrenzt auf max. 12 Teilnehmende.

Termine:  9.9.25, 14.10.25, 11.11.25, 9.12.25, 13.1.26, 10.2.26, 10.3.26
Die Treffen finden dienstags jeweils von 19 Uhr bis 20.30 Uhr statt.

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Martina Clavadetscher: «Die Schrecken der anderen»
Nov.
27
7:30 PM19:30

Martina Clavadetscher: «Die Schrecken der anderen»

Wie zeigt man etwas, das längst alle sehen? Martina Clavadetscher, Schweizer Buchpreisträgerin und eine der renommiertesten deutschsprachigen Autorinnen, macht den unsichtbaren Elefanten im Raum sichtbar und fragt nach der Verantwortung von Literatur. Gekonnt erzählt und voller eindrücklicher Bilder trägt dieser Roman seine beängstigende Aktualität schon im Titel: Das könnte die Geschichte jedes Menschen sein. In jedem Land, zu jeder Zeit. Solange niemand aus den Schrecken der anderen lernt.

Ein Junge stösst beim Schlittschuhlaufen auf einen Toten im Eis und den Beginn einer sonderbaren Geschichte. Kern, ein schwerreicher Erbe, kann nicht länger ignorieren, dass seine Augen schwächer werden. Doch will er überhaupt klarsehen? Da ist Kerns hundertjährige Mutter, die den größten Teil des Tages im Dachgeschoss der Villa im Bett liegt, und doch mit brutaler Konsequenz die Fäden in der Hand hält. Da ist Schibig, ein einsamer Archivar, der sich mitreissen lässt von Rosa, der Alten aus dem Wohnwagen, die an den eigentlich unspektakulären Vorfällen ein spektakuläres Interesse hat – weil sie versteht, dass nichts je ins Leere läuft, sondern alles miteinander verbunden ist: Der Tote im Eis, die Zylinderherren im Gasthof Adler, Kerns Frau, die sich weigert, Kreide zu essen, ein geplantes Mahnmal, bedrohliche Bergdrachen und andere hartnäckige Legenden.

Martina Clavadetscher
ist Schriftstellerin und Dramatikerin. Nach ihrem Studium der Deutschen Literatur, Linguistik und Philosophie arbeitete sie für diverse deutschsprachige Theater und veröffentlichte mehrere Romane. Ihre Werke sind mehrfach übersetzt. Für den Roman «Die Erfindung des Ungehorsams» erhielt sie 2021 den Schweizer Buchpreis. Sie lebt in der Schweiz.

 
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Nov.
15
12:00 PM12:00

Langer Samstag: «Gemeinschaftsgeschichtencollage»

Gemeinsam gestalten wir eine Autogeschichten-Collage aus historischen Churer Fotos und Automagazin-Schnipseln. Mit Schere, Kleber und Fantasie entsteht ein einzigartiges Stadtbild zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Alle können mitmachen und ein Stück Churer Geschichte kreativ neu zusammensetzen.

Eine Zusammenarbeit mit der Fotostiftung Graubünden

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Nov.
15
12:00 PM12:00

Langer Samstag: «Roadtrip – Bildlegenden & Puzzletisch»

Das Literaturhaus Graubünden zeigt «Autoportraits» aus Familienalben – versehen mit Bildlegenden, die mal erklärend, mal fabulierend und stets augenzwinkernd den doppelten Sinn von «Legende» ausloten. Für das Literaturhaus entwickelt Denise Wintsch Collagen, in denen Bild und Legende ineinandergreifen und Fotografien überraschende, neue Geschichten erzählen.

Wer Ruhe sucht vom Trubel, kann sich mit Denise Wintsch an den Public-Puzzletisch setzen.
Puzzeln feiert die Langsamkeit, Puzzeln ist Fokus, Puzzeln ist frei von Wettbewerb. Bei Denise Wintsch wird Puzzeln zur künstlerischen Intervention – niedrigschwellig, kollektiv und beweglich. Vier Stühle, ein Campingtisch, ein Puzzle – mehr braucht es nicht, um gemeinsam Zeit zu teilen. Auf der Landiwiese und am 26. und 27. August am Bellvue in der Stadt entsteht so ein Raum für Begegnungen, für kleine Fluchten und grosse Gespräche – mitten im Alltag, mitten im Theater Spektakel.

Ausstellungskonzeption: Denise Wintsch

Eine Zusammenarbeit mit der Fotostiftung Graubünden

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Nov.
11
7:00 PM19:00

Lesekreis Schweizer Literaturgeschichte – Gottfried Keller: «Die Leute von Seldwyla» 

Moderierter Lesezirkel zur Schweizer Literaturgeschichte

Gemeinsam lesen wir im Literaturhaus Graubünden Gottfried Kellers Novellensammlung, die in zwei Bänden insgesamt zehn Novellen enthält. Den Rahmen, der diese Texte zusammenhält, bildet die fiktive Schweizer Stadt Seldwyla. Einige der Novellen gehören zur Weltliteratur, so etwa «Kleider machen Leute und Romeo und Julia auf dem Dorfe».

Auf die ersten fünf Sitzungen werden von den Teilnehmenden jeweils zwei Novellen vorbereitet. Die letzte Sitzung wird sich um «Der letzte Schnee» von Arno Camenisch drehen. Die Dorfwelt, die Camenisch in seinen Büchern entwirft, weist mit ihren verschrobenen Charakteren Ähnlichkeiten zu Seldwyla auf.

Der Literaturwissenschaftler Sebastian Helbig wird den Lesezirkel moderierend leiten und erklärende Inputs einbringen.

Nur auf Anmeldung unter: kommunikation@lithaus.gr. Der Kurs ist begrenzt auf max. 12 Teilnehmende.

Termine:  9.9.25, 14.10.25, 11.11.25, 9.12.25, 13.1.26, 10.2.26, 10.3.26
Die Treffen finden dienstags jeweils von 19 Uhr bis 20.30 Uhr statt.

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Nov.
4
7:00 PM19:00

Tavulin d'autur*as

Das Literaturhaus ist ein wichtiger Treffpunkt für Schriftstellerinnen und Übersetzer*innen aus dem Kanton, die sich regelmässig treffen. Geprägt von der Dreisprachigkeit des Kantons bietet der Stammtisch eine einzigartige Plattform, auf der kreative Ideen, Gedanken und aktuelle Texte sowie Herausforderungen des Berufsalltags ausgetauscht werden. Der Tavulin ist ein Ort der Gemeinschaft, an dem die Liebe zur Sprache und zum Schreiben in einer Atmosphäre der Wertschätzung und Offenheit gepflegt wird.

Sprache: Deutsch, Romanisch, Italienisch
Hosts: Flurina Badel, Martina Caluori
Termine: 11.02., 01.04., 03.06., 02.09., 04.11., jeweils von 19 – 21 Uhr

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Büchertausch & Silent Reading Party – verschoben: neues Datum folgt
Nov.
1
2:00 PM14:00

Büchertausch & Silent Reading Party – verschoben: neues Datum folgt

Kommt ins Literaturhaus und macht es euch mit einem Buch gemütlich.
Silent Reading ist eine Buchclub-Bewegung, bei der Menschen in einer ruhigen Umgebung zusammenkommen, um still zu lesen. Die Idee hinter diesem Konzept ist es, das Lesen in Gemeinschaft zu zelebrieren. Das Besondere an diesem Buchclub: Alle nehmen ihr eigenes Buch mit. Anschliessend kann man sich über das Gelesene austauschen. Aber: Nichts muss, alles kann.

Wie läuft eine Silent Reading Party ab? 1) Eintreffen, 2) Leseplatz suchen, 3) stilles Lesen, 4) Ansage macht 5 Minuten vorher auf das Ende der Veranstaltung aufmerksam, 5) Zeit für einen Austausch mit den anderen Teilnehmenden.

Und im Zweifelsfall gibt’s an der Bar Kaffee, Tee und leckere Kuchen.

Eintritt frei

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Okt.
30
7:30 PM19:30

Jürg Gautschi & Claudio Spescha: «GEGENRAUCH. Alltagsgeschichten»

Jürg Gautschi erzählt in seinen Kurzgeschichten vom Alltag, von freudvollen, ärgerlichen, amüsanten, abgründigen Begegnungen mit der Welt und mit sich selbst. Dabei treffen wir auf Ameisen, die Pommes Chips verschmähen, machen Bekanntschaft mit der wilden Weinrebe, die ihren Platz im Wohnzimmer einfordert, und verspüren den permanenten Drang zur Selbstoptimierung bei der Ernährung, in Liebesbeziehungen oder am Arbeitsplatz.
Aus diesen Alltagsszenen entsteht ein unterhaltsames Textmosaik, lakonisch, humorvoll und temporeich erzählt. Philosophisch absurde Gedankenspiele werden zu theatralen Szenen mit aberwitzigen Abgründen und alltägliche Begebenheiten zum Spiegel von persönlichem oder gesellschaftlichem Unbehagen. Jürg Gautschi zeigt uns augenzwinkernd kleine und grosse Dinge des Alltags, für die uns oft Auge und Musse fehlen.

Jürg Gautschi war viele Jahre Kultur­journalist und Dokumentarfilmautor beim Schweizer Radio und Fernsehen SRF. Heute leitet er die Dokfilmsendung Cuntrasts bei Radiotelevisiun Svizra Rumantscha RTR. Daneben schreibt er Kurzgeschichten in rätoromanischer Sprache sowie Erzählungen und Texte für die Bühne und fürs Radio. Eine Auswahl davon erschien 2023 in seinem Erstling «Cunterfem». Claudio Spescha hat sie ins Deutsche übertragen.
2005 wurde Jürg Gautschi an den Rätoromanischen Literaturtagen in Domat/Ems mit dem Premi Term Bel der Jury sowie mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. 2023 war er einer der Gewinner des OpenNet-Schreibwettbewerbs der Solothurner Literaturtage.

Lesung: Jürg Gautschi
Moderation: Claudio Spescha
Sprache: Deutsch

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Okt.
14
7:00 PM19:00

Lesekreis Schweizer Literaturgeschichte – Gottfried Keller: «Die Leute von Seldwyla» 

Moderierter Lesezirkel zur Schweizer Literaturgeschichte

Gemeinsam lesen wir im Literaturhaus Graubünden Gottfried Kellers Novellensammlung, die in zwei Bänden insgesamt zehn Novellen enthält. Den Rahmen, der diese Texte zusammenhält, bildet die fiktive Schweizer Stadt Seldwyla. Einige der Novellen gehören zur Weltliteratur, so etwa «Kleider machen Leute und Romeo und Julia auf dem Dorfe».

Auf die ersten fünf Sitzungen werden von den Teilnehmenden jeweils zwei Novellen vorbereitet. Die letzte Sitzung wird sich um «Der letzte Schnee» von Arno Camenisch drehen. Die Dorfwelt, die Camenisch in seinen Büchern entwirft, weist mit ihren verschrobenen Charakteren Ähnlichkeiten zu Seldwyla auf.

Der Literaturwissenschaftler Sebastian Helbig wird den Lesezirkel moderierend leiten und erklärende Inputs einbringen.

Nur auf Anmeldung unter: kommunikation@lithaus.gr. Der Kurs ist begrenzt auf max. 12 Teilnehmende.

Termine:  9.9.25, 14.10.25, 11.11.25, 9.12.25, 13.1.26, 10.2.26, 10.3.26
Die Treffen finden dienstags jeweils von 19 Uhr bis 20.30 Uhr statt.

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Okt.
3
6:30 PM18:30

Schreibwerkstatt zur Vernissage «GR 1925» – 100 Jahre Automobil in Graubünden

Eine Sonderausstellung zur Geschichte der Motorisierung in den Alpen
Kulturplatz Davos, Foyer

Im Jahr 1925 wurde in Graubünden Geschichte geschrieben: Mit der Aufhebung des Autoverbotes begann die Motorisierung in den Alpen. Ein Jahrhundert später blicken wir zurück auf diesen entscheidenden Wendepunkt, der nicht nur Technik und Verkehr, sondern auch Gesellschaft, Tourismus und Lebensgefühl nachhaltig verändert hat. Die Fotostiftung Graubünden lädt gemeinsam mit dem Literaturhaus Graubünden zu einer besonderen Jubiläumsausstellung im Kulturplatz Davos ein. Unter dem Titel „GR 1925“ erzählt die Schau die Anfänge der Automobilisierung in Graubünden – eine Zeit, in der Skepsis, Staunen und Begeisterung eng beieinander lagen.

Eine fotografische Zeitreise

Historische Fotografien dokumentieren, wie die ersten Motorfahrzeuge über kurvenreiche Bergstrassen rumpelten, wie Postautos Passhöhen bezwangen und elegante Limousinen wohlhabende Gäste in die Hotels brachten. Ebenso zeigen sie die Herausforderungen, die mit dem neuen Verkehrsmittel verbunden waren: technische Innovationen, politische Debatten und der Aufbau einer Infrastruktur, die den Weg in die Moderne ebnete.
Begleitende Texte vertiefen diese Einblicke und lassen die Stimmung jener Jahre lebendig werden – eine Zeit, in der das Auto nicht nur Fortschritt versprach, sondern auch Ängste vor Lärm, Staub und Abgasen sowie einer vermeintlichen Bedrohung der alpinen Ruhe auslöste.

Das Auto als Symbol

Während anfangs erbittert über Nutzen und Schaden gestritten wurde, entwickelte sich das Automobil schon bald zum Symbol für Freiheit, Mobilität und Gemeinschaftserlebnisse. Es eröffnete neue Perspektiven auf das Reisen, prägte den Tourismus im Kanton und veränderte den Alltag der Menschen.

Die Vernissage mit Schreibwerkstatt findet am 03. Oktober 2025, 18:30 Uhr statt.

Die Ausstellung ist vom 03. Oktober bis zum 02. November 2025 während den Öffnungszeiten im Foyer des Kulturplatz Davos geöffnet.

Bildnachweis: Bergrennen Klosters-Wolfgang (28.-30. August 1959), zVg 1959

Eintritt frei

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Sept.
30
7:30 PM19:30

Manfred Koch: «Rilke. Dichter der Angst – Eine Biografie»

150 Jahre Rainer Maria Rilke!
Rainer Maria Rilke gilt als einer der größten Dichter des 20. Jahrhunderts. Seine Kunst sei «Dinge machen aus Angst», schreibt er im Juli 1903 seiner ehemaligen Geliebten Lou Andreas-Salomé. Manfred Koch zeigt in seiner neuen, Leben und Werk gleichermaßen in den Blick nehmenden Biografie Rilke als hochsensibles Echolot und geschlechtlich fluidesten Dichter der heraufziehenden Moderne. So entsteht die Erzählung eines radikalen Lebens, das ganz Kunst sein will und dadurch eine Wahrnehmungssensibilität entfaltet, die erschreckend nah in Berührung kommt mit den Abgründen in ihm selbst und in seiner Zeit. 
Rainer Maria Rilkes Lebensstationen sind immer auch Marksteine seines Werkes: Prag, Russland, Worpswede, Paris, München, Duino, Spanien, Schweiz. Manfred Kochs Biografie folgt diesen Stationen wie dem kreativen Kreuzweg eines körperlich wie seelisch bedrohten Mannes und verbindet Rilkes Lebenswanderung mit exemplarischen, verständlichen Interpretationen seines Werks. Der Dichter der «Duineser Elegien» erscheint als ein Mann, der wie kein zweiter zu schnorren versteht, Frauen und Mäzene in seinen Bann zieht und bis an den Rand des Erträglichen manieriert ist, der aber zugleich all dies wie sein eigenes Leben rigoros zur bloßen Folie macht für das, worauf es ihm ankommt: Dichtung für die Ewigkeit zu schaffen und aus Leben «wahre, Kunst werden zu lassen. Er hatte darin Erfolg, aber der Preis war hoch, für ihn selbst wie für all jene, die ihn umgaben. 

Mit: Manfred Koch

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Sept.
23
5:30 PM17:30

InkSpot. Schreibwerkstatt für Jugendliche – Findet nicht statt

Schreib an deiner eigenen Geschichte oder Gedichten weiter, hol dir Tipps zur Verlagssuche oder lass dich von neuen Schreibimpulsen inspirieren – alles ist möglich. Komm vorbei, schreib mit, tausche dich aus oder hör einfach nur zu. Hier gibt’s kreatives Coaching, spannende Texte und eine inspirierende Atmosphäre, die von Rap und Spoken Poetry über Kurzgeschichten, Schweizerdeutsch und Hochdeutsch, hin zum eigenen Buch reicht.

«InkSpot» ist der perfekte Raum für junge Menschen, die gerne schreiben und sich mit anderen austauschen wollen. Ob du gerade erst anfängst oder schon weit bist – Gian Marco Schmid und Martina Caluori helfen dir, dein Potenzial zu entfalten. Alle sind willkommen.

Leitung: Martina Caluori, Gian-Marco Schmid
Alter:
von 14 – 18 Jahren
Kosten: 15.- / 10.- (IV, KulturLegi)
Anmeldung bis zum 20. September auf: kommunikation@lithaus.gr

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Sept.
19
7:30 PM19:30

Nus duas tranter scienzia e litteratura – Nus duas zwischen Wissenschaft und Literatur

Die Autorin Leontina Lergier-Caviezel liest aus ihren Werken (u. a. «Nus duas», «Davos ils mugrins/Hinter dem Gwätt») und spricht mit der Literaturwissenschaftlerin Dr. Viola Cadruvi über ihre Texte, die Gestaltung weiblicher Figuren in der Literatur und das Dasein als rätoromanische Autorin. Die literarischen Texte werden grösstenteils auf Rätoromanisch gelesen, deutsche Übersetzungen jedoch aufgelegt. Das Gespräch findet auf Deutsch statt.

L’autura Leontina Lergier-Caviezel legia or da sias ovras (t. a. «Nus duas», «Davos ils mugrins») e discurra cun la scienziada litterara Dr. Viola Cadruvi sur da ses texts, sur da figuras femininas en la litteratura e la vita sco autura rumantscha. Ils texts vegnan per gronda part prelegids per rumantsch, il discurs è per tudestg.

Leontina Lergier-Caviezel (*1956) ha pubblicau raquens e poesias en diversas periodicas romontschas. Scriva regulamein columnas per La Quotidiana. Siu emprem cudisch «Romana» ei cumparius 2006, il secund «Nus duas» igl onn 2011 ed il tierz «Davos ils mugrins» ei cumparius 2018. Quei tierz roman ha Jano Felice Pajarola translatau en tudestg (Hinter dem Gwätt).

Leontina Lergier-Caviezel (*1956) hat Erzählungen und Gedichte in verschiedenen rätoromanischen Periodika veröffentlicht. Schreibt regelmässig Kolumnen für die Tageszeitung La Quotidiana. 
Ihr erstes Buch «Romana» ist 2006 erschienen. 2011 folgte «Nus duas» und 2018 «Davos ils mugrins». Letzteres wurde von Jano Felice Pajarola auf Deutsch übersetzt (Hinter dem Gwätt). 

Viola Cadruvi è scienziada litterara, autura, scolasta, columnista e mamma da duas figlias. Ella scriva per rumantsch e per tudestg. 2023 ha ella promovì a l’Universitad da Turitg cunina dissertaziun sur da la feminilitad en la litteratura contemporana rumantscha. 

Viola Cadruvi ist Literaturwissenschaftlerin, Lehrerin, Autorin, Kolumnistin und Mutter von zwei Töchtern. Sie schreibt in rätoromanischer und deutscher Sprache. 2023 hat sie mit einer Dissertation zur Darstellung von der Weiblichkeit in der zeitgenössischen rätoromanischen Literatur an der Universität Zürich promoviert.

 Mit: Viola Cadruvi, Leontina Lergier-Caviezel

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Sept.
12
7:30 PM19:30

Phil&Sophie: Philosophisches Speed-Dating

Das Philosophische Speed-Dating geht in die zweite Runde!

Beim Philo-Speed-Dating geben wir uns ungehemmt der Lust am Denken hin und zelebrieren frei die Vielfalt der Ideen.
Vorkenntnisse braucht es keine. Pro Date gibt es Platz für ein gutes Dutzend Mutige, die sich sechsmal für acht Minuten mit einem neuen Gegenüber auf einen inspirierenden Geistes–Quickie einlassen möchten.

Was wollen wir wirklich wissen und was möchten wir eigentlich mitteilen?
In einem Wechselspiel des Gegenübers, tauschen wir uns in wenigen Minuten über wichtige Lebensfragen aus.
Was antworten wir, wenn uns wenig Zeit bleibt und wir wirklich auf den Punkt kommen sollen? Timer on.

Eintritt frei

Moderation: Jonathan Blättler, Martina Mutzner

Eintritt frei (Kollekte)

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Sept.
10
7:30 PM19:30

Usama Al Shahmani: «Ein Seidenfaden zu den Träumen»

Gedichte aus der Schweiz, ausgewählt und mit einem Vorwort von Usama Al Shahmani

In der Poesie dürfen alle Sprachen zu Wort kommen, denn sie ist der Moment, der dazwischen liegt: zwischen Buchstaben, Wörtern und Sprachen. Dieses Dazwischen ist ein Raum, der nur durch ein Gedicht gefüllt werden kann.
Usama Al Shahmani hat für dieses Buch aus allen Lyrikbänden des Limmat Verlags seine liebsten Gedichte ausgewählt. Die Texte sind in der Originalsprache und in der deutschen Übersetzung wiedergegeben. So wird die Sammlung zum Abbild der sprachlichen Vielfalt der Schweizer Lyrik.
Die Gedichte zeigen dem Herausgeber den Umgang mit Worten – mit jenen, die bereits da sind, und jenen, die erst noch gefunden werden wollen. «Ein Seidenfaden zu den Träumen» führt eindrucksvoll die schöpferische Kraft der Sprache vor Augen.

Mit Gedichten von Erika Burkart, Luisa Famos, Lina Fritschi, Georges Haldas, Giorgio Orelli, Fabio Pusterla und vielen mehr.

Lesung: Usama Al Shahmani
Moderation: Vincenzo Todisco
Dauer: ca. 70 Minuten
Sprache: Deutsch, Italienisch, Romanisch, Französisch

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Sept.
9
7:00 PM19:00

Lesekreis Schweizer Literaturgeschichte – Gottfried Keller: «Die Leute von Seldwyla»

Moderierter Lesezirkel zur Schweizer Literaturgeschichte

Gemeinsam lesen wir im Literaturhaus Graubünden Gottfried Kellers Novellensammlung, die in zwei Bänden insgesamt zehn Novellen enthält. Den Rahmen, der diese Texte zusammenhält, bildet die fiktive Schweizer Stadt Seldwyla. Einige der Novellen gehören zur Weltliteratur, so etwa «Kleider machen Leute und Romeo und Julia auf dem Dorfe».

Auf die ersten fünf Sitzungen werden von den Teilnehmenden jeweils zwei Novellen vorbereitet. Die letzte Sitzung wird sich um «Der letzte Schnee» von Arno Camenisch drehen. Die Dorfwelt, die Camenisch in seinen Büchern entwirft, weist mit ihren verschrobenen Charakteren Ähnlichkeiten zu Seldwyla auf.

Der Literaturwissenschaftler Sebastian Helbig wird den Lesezirkel moderierend leiten und erklärende Inputs einbringen.

Nur auf Anmeldung unter: kommunikation@lithaus.gr. Der Kurs ist begrenzt auf max. 12 Teilnehmende.

Termine:  9.9.25, 14.10.25, 11.11.25, 9.12.25, 13.1.26, 10.2.26, 10.3.26
Die Treffen finden dienstags jeweils von 19 Uhr bis 20.30 Uhr statt.

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Sept.
2
7:00 PM19:00

Tavulin d'autur*as

Das Literaturhaus ist ein wichtiger Treffpunkt für Schriftsteller*innen und Übersetzer*innen aus dem Kanton, die sich regelmässig treffen. Geprägt von der Dreisprachigkeit des Kantons bietet der Stammtisch eine einzigartige Plattform, auf der kreative Ideen, Gedanken und aktuelle Texte sowie Herausforderungen des Berufsalltags ausgetauscht werden. Der Tavulin ist ein Ort der Gemeinschaft, an dem die Liebe zur Sprache und zum Schreiben in einer Atmosphäre der Wertschätzung und Offenheit gepflegt wird.

Sprache: Deutsch, Romanisch, Italienisch
Hosts: Flurina Badel, Martina Caluori
Termine: 11.02., 01.04., 03.06., 02.09., 04.11., jeweils von 19 – 21 Uhr

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Aug.
20
7:30 PM19:30

Saisoneröffnung 2025/26 – AI-Slam: Literatur trifft Künstliche Intelligenz

Der «AI Slam» von Ivona Brđanović und Melanie Bossert konfrontiert menschliche Vorstellungskraft mit der Logik der Maschine und fragt: Wird die Welt der Poesie und Literatur durch das Sprachvermögen der Maschine bereichert? Autor*innen aus den drei Sprachregionen des Kantons treten in Zweier-Teams gegeneinander an, um mit Chat-GPT während zwei Minuten Texte zu verfassen, die Themen werden vom Publikum vorgegeben. Vielleicht wird an diesem Abend im Wettstreit eine neue Literatur in Echtzeit geboren? Wer weiss – auf jeden Fall verspricht das Experiment beste Unterhaltung! 

Konzept: Melanie Bossert, Ivona Brdjanović
Mit: Sarah Calörtscher, Martina Caluori, Uolf Candrian, Gianna Duschletta, Giulia Gasser, Andri Perl, Sascha Rijkeboer, Vincenzo Todisco
Moderation: Ivona Brdjanović

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Juli
4
6:00 PM18:00

Zu Gast bei Design am Rhein – Margrit Schriber: «Maria Antonia Räss. Die Stickerin»

Als Tochter eines Geissenbauern war Maria Antonia Räss chancenlos. Als Schaustickerin hat sie sich zu den Sternen katapultiert. Maria Antonia Räss, Stickerin, Unternehmerin, leidenschaftlich und unglücklich Liebende, geboren 1893, gestorben 1980. Mit nichts als einer Sticknadel aus Stahl und Leinenballen im Gepäck ist sie 1920 vom Hof im Grüt mitten in den Wellenhügeln des innerrhodischen Appenzell aus aufgebrochen. Am Central Park generiert sie bereits im ersten Jahr einen Rekord-Umsatz – mit Appenzeller Stickereien, die von Berühmtheiten wie Eleonore Roosevelt, Coco Chanel, Julie Andrews, Isaac Stern und Walt Disney, mit dem sie eine lebenslange Freundschaft verband, bewundert (und getragen) wurden. Margrit Schriber entwirft mit ihrem Roman das Lebensgemälde einer Pionierin und unerschrockenen Frau und skizziert das Porträt eines Jahrhunderts.

Vor der Lesung gibt es ab 17 Uhr einen sommerlichen Feierabend-Apéro am Dorfbrunnen!

Margrit Schriber (*1939, Luzern) arbeitete als Bankangestellte, Werbegrafikerin und Fotomodell, bevor sie Schriftstellerin wurde. Ihr umfangreiches literarisches Werk wurde mehrfach ausgezeichnet.

designamrhein.ch

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Juni
21
11:00 AM11:00

Büchertausch mit Sommerplausch

Büchertausch und -flohmi im und vor dem LIT am Pfisterplatz. Deckt euch ein mit Sommerlektüre!
Beim gemeinsamen Bücherpläuscheln auf dem Pfisterplatz kann man in den neuen Errungenschaften schmökern und mit einem Drink den Sommer begrüssen.

Büchertausch: Bring ein Buch mit und tausche es gegen ein neues.
Bücherflohmi: Das Prinzip ist bekannt.

Auch (ausgewählte) Bücherspenden sind herzlich willkommen. Wir behalten uns vor, nicht alles anzunehmen, da wir kein Bücherbrocki sind.

 

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