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Stefan Gartmann: «Falätscha. Vom Schweigen in den Bergen» – Buchpremiere

  • Werkstatt Chur Untere Gasse 9 7000 Chur (Karte)

«Wir glauben, einen Menschen zu kennen, aber das tun wir nicht. Wir machen uns lediglich ein Bild von ihm, und wenn er plötzlich ein Verhalten zeigt, das nicht zu diesem Bild passen will, erschrecken wir.»

Geschehen ist es auf der Alp Falätscha, weit hinten im Safiental. Der Fund einer Leiche, ein Verbrechen vor 28 Jahren. Doch was genau ist dort passiert, in jener Nacht, als die Leute unten im Turrahus am Tanzfest waren? Im Tal wissen alle mehr, als sie zu sagen bereit sind. Kriminaler Jon Calonder und sein Kollege ermitteln. Ihre Befragungen und Verhöre führen tief in die Schicksalsgemeinschaft der Berge und fördern ein Verbrechen zutage, bei dem die Grenzen zwischen Opfer und Täter, zwischen Gut und Böse, verschwimmen. Ein Mordfall, dessen Konturen sich im Nebel der Zeit aufgelöst haben.

Stefan Gartmann erzählt eine tief bewegende Geschichte um Schuld und Sühne, eingebettet in die eindrücklich geschilderte Berglandschaft des Safientals. Seine Hauptfigur heisst Xander Juon, ein Pur suveran, ein alter sturer Bergler, der nicht zu bemerken scheint, wie seine hergebrachte Welt zerfällt. Der Kriminalkommissar, Jon Calonder aus Chur, eine Figur, deren Charakter der Autor bis in ihre tiefsten Regungen ausleuchtet und die uns genauso beschäftigt wie all die akribisch genau und liebevoll gezeichneten Charaktere, die Stefan Gartmann in seine grosse Geschichte verwebt.

«Falätscha. Vom Schweigen in den Bergen» steht in der Tradition literarischer Kriminalromane, wie wir sie von Friedrich Dürrenmatt oder Friedrich Glauser kennen.

Stefan Gartmann, geboren 1962 in Santa Maria im Münstertal. Kindheit und Jugend im Puschlav und im St. Galler Rheintal. Klosterschule in Disentis, anschliessend Phil. I Studium an der Universität Basel mit Germanistik als Hauptfach und Italienische Literaturwissenschaft sowie Neuere Allgemeine Geschichte als Nebenfächer. Während der Sommerferien als Gymnasiast Knecht auf dem Hof im Safiental, als Student Handlanger auf verschiedenen Baustellen im Unterengadin. Nach dem Studium Rückkehr in den Heimatkanton und während über dreissig Jahren Dozent an der Fachhochschule Graubünden (FHGR) in Chur. Heute Freischaffender.

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